Mittwoch, 8. August 2012

Hundehasser

Heute Morgen schlug ich die Zeitung auf und traute meinen Augen nicht. Was ich da las, machte und macht mich wütend und verständnislos.

In einer Gegend gibt es einen Hundehasser, der Würste mit einer Schraube am Boden auslegt.

Es mussten schon Hunde ins Tierspital gebracht werden. Kann einfach nicht verstehen, wieso die Menschen immer wieder zu schrecklichen Taten bereit sind.

Wenn der Mensch Hundekot nicht aufhebt, regt auch mich dies als Hundehalter auf. Die Hunde aber können nichts dafür, und diese müssen sterben.

Quelle
www.blick.ch



Dreimal täglich dreht Margrit Frank (60) mit Labrador-Dackel-Mischling Faro (11) ihre Runden durch Grenchen SO. Feste Sta­tion beim Gassigehen: die Wiese an der Bielstrasse. Hier wälzt sich der Rüde im Gras, tollt mit anderen Hunden, manchmal gibt es von Frauchen Leckerli.

Wurststücke mit Schrauben

Am Samstag wäre es fast der letzte Halt gewesen. Denn der Mischling frass zwei Wurststücke, die ein Hundehasser mit Schrauben gespickt auf die Wiese gelegt hatte. «Ich sah Faro an irgendwas knabbern, dann hat er so komisch über die Schnauze geleckt», erzählt die IV-Rentnerin.
Margrit Frank ahnt, dass irgendetwas nicht stimmt. Sie durchkämmt das Gras, findet weitere Futterfallen. Sofort geht es nach Hause. «Ich habe wild herumtelefoniert und einen Tierarzt gesucht. Faro lag apathisch in der Ecke, verdrehte schon die Augen.»
Tierarzt Martin Gugelmann (53) erkannte die Gefahr: «Spitze Gegenstände können Magen und Darm aufreissen und zu tödlichen inneren Blutungen führen.» Der Veterinär handelt und eilt mit dem Hund ins Tierspital Solothurn. Dort entfernt er mit Kollegen in einer Not-OP zwei Schrauben aus ­Faros Magen, rettet dem Hund so das Leben.

«Wer macht so etwas?»

Frauchen Margrit: «Ich habe die ganze Nacht nur geweint. Wer macht so etwas?» Das fragt sich auch die Polizei, die am Samstag vier präparierte Wurststücke fand. Unfassbar: Auch gestern lag am Tatort wieder verdächtige Wurst. Thalia Schweizer (31), Mediensprecherin der Kantonspolizei Solothurn, bestätigt: «Die Beamten konnten drei Stücke sicherstellen, allerdings ohne Schrauben. Die Kriminaltechnik prüft nun, ob die Köder vergiftet waren.»
Die Hundefreunde in Grenchen sind jedenfalls alarmiert. Schon in den beiden Vorjahren wurden Futterfallen ausgelegt – und der Täter nie gefasst.

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